Die Ruhrnachrichten haben sich an einem Vergleich der Drogenhilfesysteme in Zürich und Dortmund versucht
- und operieren dabei mit stark verzerrenden bis fehlerhaften Kennzahlen.
An dieser Stelle erste kurze Korrekturen (wir behalten uns weitere Schritte vor):
- In unserer Drogenhilfeeinrichtung werden nicht 1.400, sondern rund die doppelte Zahl an Klient:innen betreut.
- In die Vollzeitstellen wurden u. a. die Mitarbeiter:innen des Umfeldmanagements einberechnet. Diese Aufgabe wird in Zürich von einem eigenen, über 30 Vollzeitstellen umfassenden Dienst ("SIP"), wahrgenommen (bei der Züricher Kennzahl unberücksichtigt).
- Ähnliche Fehler bei den Kosten: für Dortmund wurden u. a. Kosten für den Sicherheitsdienst (mehr als 260.000 €) einberechnet, in Zürich wird auch dies von der "SIP" übernommen.
Abgesehen von diesen groben Verzerrungen blendet der enorm verkürzte Kennzahlenvergleich komplett die sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen (Hilfesysteme, rechtliche Vorgaben etc.) aus - aus fachlicher Sicht ist das äußerst unseriös.
Einer fundierten und differenzierten Debatte um Effizienz und Wirkungen stellen wir uns gerne, dann aber bitte mit fairen Mitteln.
P.S.: Unser Geschäftsführer W. Rensmann wurde im Vorfeld von der Debatte "Port+Puls", in der die o.g. Kennzahlen präsentiert wurden, wieder ausgeladen.
