Drugchecking in Dortmund: Land erteilt Erlaubnis!

Nach mehrjährigen Vorbereitungen ein wichtiger Meilenstein:

Das Land hat unserem Antrag zum Testen illegaler Drogen im Drogenkonsumraum stattgegeben.

Die nächsten Schritte: Das Land wird den Modellstandorten Testgeräte zur Verfügung stellen, danach erfolgen die Schulungen unserer Mitarbeiter:innen durch den Hersteller.

Und dann kann es losgehen - wir stehen in den Startlöchern und hoffen, dass es nun rasch weitergeht!

Das Modellvorhaben in NRW ist ein (erster!) wichtiger Schritt, um Drogentodesfälle und die massiven Konsumrisiken zu reduzieren - was im Zusammenhang mit sich rasant wandelnden Drogenmärkten (u. a. dem Aufkommen enorm gefährlicher synthetischer Opioide) immer wichtiger wird.

Wir sprechen uns seit Jahren für ein systematisches Drugchecking aus und haben dafür drogenpolitisch intensiv geworben - etwa über die Lobbyarbeit unseres Geschäftsführers im Landesvorstand der Aidshilfe NRW oder über die Mitwirkung in Fachtreffen im NRW-Gesundheitsministerium.

Die im letzten Jahr vom Landtag verabschiedete Rechtsverordnung war ein wichtiger erster Schritt, fachlich notwendig wäre gleichwohl die Ausweitung des Modellvorhabens etwa auf weitere Einrichtungen der Drogenhilfe.

Das aktuelle Modellvorhaben wird intensiv evaluiert, die Erkenntnisse werden hoffentlich zur Ausweitung der Angebote beitragen.