Menschen mit Migrationshintergrund sind eine bislang kaum von Präventionsangeboten erreichte Zielgruppe.
Hemmschwellen und Tabus erschweren in den unterschiedlichen Communities einen vorurteilsfreien, sachgerechten Umgang mit Themen wie Sexualität, Homosexualität oder sexuell übertragbaren Krankheiten.
Das wiegt umso schwerer, als die HIV-Problematik in Afrika, Osteuropa oder den ehemaligen Staaten der Sowjetunion dramatisch ist. Menschen aus den so genannten „Hochprävalenzländern“ zählen neben MSM und Drogengebrauchern zu den Hochrisikogruppen.
Die aidshilfe dortmund hat jüngst neue Ansätze initiiert, um auch Menschen mit Migrationshintergrund einen Zugang zur HIV-Prävention zu eröffnen.
Gemein ist ihnen, dass Personen aus der jeweiligen Gruppe als Mediatoren und Multiplikatoren aktiv in die Präventionsarbeit eingebunden sind.
Projekte sind beispielsweise
regelmäßige Präventionsaktionen in der zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylsuchende am Westfalendamm
Präventionsaktionen auf dem Straßenstrich in Kooperation mit KOBER
PAKOMI: ein Modellprojekt unter Koordination der Deutschen AIDS-Hilfe und in Kooperation mit KOBER für männliche und weibliche Prostituierte aus Bulgarien
Kontakt: Anke Effey |